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Stadtwerke Wedel handeln: Ökogas statt Biogas für Wedel
(vom 24.05.2011)
Ab Juli 2011 100% Öko-Energie
Bereits seit September 2007 beliefern die Stadtwerke Wedel alle Haushaltskunden in der Rolandstadt mit Ökostrom aus Wasserkraft aus Norwegen und Österreich - ohne Aufpreis. Ab Juli 2011 geht der städtische Energieversorger noch einen Schritt weiter: Denn ab diesem Datum werden alle Haushaltskunden in Wedel mit Ökogas versorgt - und dies ebenfalls ohne Aufpreis. Damit sind die Stadtwerke Wedel einer von bislang lediglich ca. 5 Energieversorgern, die diese Form der ökologisch wertvollen Versorgung ohne Kostenaufschlag bieten. „In Norddeutschland sind wir das erste Stadtwerk, das in der Grundversorgung Ökogas liefert", so Vertriebsleiter Marek Wilken.
Zwar wird von den Kunden durch die Nutzung des Ökogases auch weiterhin Kohlendioxid produziert. Dieses wird jedoch durch die Unterstützung von TÜV-zertifizierten Klimaschutzprojekten an anderer Stelle eingespart bzw. neutralisiert.
Die Stadtwerke Wedel haben sich für zwei dieser geprüften Klimaschutzprojekte entschieden: Es handelt sich zum einen um eine Methangasvermeidungsanlage im stillgelegten Kohlebergwerk Dortmund Dorstfeld-Diffus. Auch nach Jahren der Stilllegung treten hier weiter klimaschädliche Gase aus. Diese werden nun mit Hilfe von Blockheizkraftwerken aufgefangen und zu elektrischer Energie, also zu Ökostrom, umgewandelt.
Das zweite Projekt mit dem Namen „Brennstoffwechsel" unterstützt in den Städten Accra und Kumasi, Ghana, die Bevölkerung dabei, von den traditionellen Holzöfen auf spezielle Öfen zur Biomasseverbrennung umzusteigen. Dadurch kann der Landesverbrauch von Kohle und Holz und somit der CO2-Ausstoß in Ghana nachhaltig gesenkt werden.
Hier liegt der entscheidende Vorteil von Ökogas im Verhältnis zu Biogas: Ökogas schützt die Umwelt nachhaltig. Biogasanlagen werden dagegen mittlerweile überwiegend mit Mais betrieben, was mehr und mehr zu einer Mais-Monokultivierung führt. Dadurch steigen die Preise für Mais und andere Agrar-Güter. „Energieerzeugung darf nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen", so Stadtwerke-Geschäftsführer Adam Krüppel. „Deshalb haben wir uns für Ökogas entschieden."